Ein Ort, wo Wort, Klang und Bild verschmelzen.
In Ordnung, Klang ist nicht immer dabei, wie man in diesem Video hören kann.
📜 Gedichte & Texte

Warten
Wieder sitze ich auf dem Balkon.
Es ist Sommer, es ist Nacht.
Wolkenfetzen ziehen über den Himmel.
Es ist still.
Die Welt lauscht, die Welt wartet.
Ich sitze da, lausche, warte auch,
aber worauf?
Es ist so friedlich da draußen,
aber nicht wirklich friedlich in mir.
Ich frage mich, worauf ich warte?
Eine Antwort? Wie war die Frage?
Auf einen Moment? Welche Zeit?
Leise weht der Wind,
doch verstehe ihn nicht.
Kein Unwetter in mir,
sondern große sanfte Wogen,
die mich treiben.
Ist ein Ufer in Sicht?
Bringt der Wind die Antwort, oder die Zeit?

Der See
Da liegt er nun vor dir, der See.
Die Oberfläche ist ruhig und spiegelt den Himmel wider.
Doch darunter kannst du sehen, wie das Wasser wirbelt und unruhig mal hierhin und mal dahin fließt.
Und während du kurz unter der Oberfläche noch klar erkennen kannst, was darunter liegt,
verliert sich der Blick, je tiefer du in diesen See hinabtauchst.
Es wird dunkler. Es wird kälter.
Doch du kannst nicht zurück. Du muss weiter tauchen, tiefer, immer tiefer, bis auf den Grund des Sees, um zu sehen, was er dort verborgen hat.
Was deine Seele dort verborgen hat, denn es ist dein See.

Komm – Lied für die Welt
Komm,
sing mit mir ein Lied –
ein Lied für die Welt,
von Licht und Liebe.
Komm,
lass uns Herzen berühren.
Wenn nicht du,
und du,
und ich –
wer sonst?
Lass uns singen,
laut und fröhlich,
von Glück und Frieden.
Lass dieses Lied um die Welt wehen.
Komm,
lass uns Wind machen.
Sagen wir der Welt,
dass wir uns erinnern –
an die Zeit von Einst,
von Eintracht und Verständnis.
Komm,
lass uns eine Welle machen.
Wir sind die,
auf die wir gewartet haben.
Wir sind die,
die sich erinnern mussten.
Wir sind die,
die spüren können …
höre zu.
Komm –
lass uns die Welt erneuern.
☼✿☼ Awen fließt – und das Lied beginnt in dir. ☼✿☼

Unterm Himmelszelt
Ich tanze unterm Himmelszelt,
und unter mir, die ganze Welt.
Die Sterne sind zum Greifen nah,
in meiner Brust wird’s eng.
Und leise weint meine Seele,
sie strebt nach draußen,
heraus aus meinem Kopf.
Sie versucht sich zu erinnern
an das, was einst gewesen.
Da war mal Sonne, war mal Licht,
doch jetzt ist alles finster.
Da war mal Glück und Freude, Größe, Weite.
Und jetzt?
Wie in einem dunklen Kämmerlein
und nur eine Kerze brennt.
Die Ketten der Existenz wiegen schwer,
und die Welt ist kalt.
Die Seele würde sich gerne an der Kerze wärmen,
aber sie kann sich nicht erinnern.
Der Hauch der Erinnerung, der ihr geblieben ist, ist schwach.
Aber er ist da, und solange auch nur ein Hauch von Erinnerung bleibt,
und sei es nur das Sehnen selbst,
so lange wird die Seele nicht aufgeben.
Niemals!
So lange ein Funke in mir brennt,
so lange die Sehnsucht meinen Namen nennt,
wird meine Seele niemals ruh’n,
wird sie tanzen, wird sie tun.
Erinnere dich, vergiß es nie –
du trägst das Licht – du bist Magie.

Das Kind im Manne
Heute gibt’s zum Mittag Griesbrei,
der ist für das Kind im Manne
Was? Da ist doch nichts dabei.
Nein, ich habe keine Panne.
Man muss auch an sich selber denken
Dem Kind im Manne Freude schenken.
Das hält jung und das hält heiter,
schon geht’s mit dem Leben weiter.
Das Kind im Manne will gepflegt sein.
Drum tu‘ ihm mal was Gutes an.
Das stärkt das Kind, das stärkt den Mann,
und die Seele fühlt sich fein.
☼✿☼

☼
🜂 Teddybär
Es war einmal und ist nicht mehr,
ein rosaroter Teddybär.
Der woll so gern ein Einhorn sein
mit spitzem Horn und langen Beinen.
Doch die Fee sprach: das schaff‘ ich kaum,
da wurd der Teddy eben braun.

🜂 „Ich bin, sprach der Rabe“
Ich bin nicht Schatten, bin nicht Nacht,
ich bin das Lied, das aus Stille erwacht.
„Wer sich auf Abwege begibt, findet zuweilen Wege, die kein anderer sieht.“
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🜂 Galerie der Symbole
Hier tanzen Zeichen und Schatten, Raben, Siegel und Awen im Kreis des Lichts.
Jedes Bild erzählt – wer still schaut, hört das Lied dahinter.
Awen, Gwydion-Siegel, Rabenzeichen – kleine Bildreihe
























