🌙 Unter dem Mond – Gesänge der Stille
„Wenn das Licht ruht und die Seele lauscht,
beginnt das Lied, das niemand singt –
und doch in allem klingt.“
Ja, wild und schön, aber auch wahr und gerecht.
Sie fliegt mit ihren Raben nicht nur über Schlachtfelder, um verstorbene Helden einzusammeln.
Sie ist die Hüterin des Übergangs in die Anderswelt – und die Hüterin des Wortes, der Wahrheit.
Ihre Raben sind ihre Übermittler von Botschaften, und nur würdige Barden und Sänger bekommen ihre Worte übermittelt.
Lady Morrigan wacht über die Barden, animiert sie, prüft sie – und wenn der Barde es vermasselt hat, dann lässt sie es ihn wissen. Dann finden die Gedichte, Lieder und Gesänge keinen Widerhall im Awen.
Sie erkennt falsche Demut und Unaufrichtigkeit.
Nur wer mit seinen Gedichten und Gesängen im Einklang steht, wer aus tiefstem Herzen, aus tiefster Seele spricht, dem schenkt Lady Morrigan ihre Gunst.
So seien die Gedichte und Lieder auf dieser Seite Ausdruck meiner tiefsten Überzeugung und meiner tiefsten Empfindungen.

Den Blick hat sie auf ihn gerichtet,
der Rabe ihr zur Seite sitzt,
was der Barde hier wohl dichtet,
den Stift, den hat er schon gespitzt.
wird er mit ganzen Herzen reimen?
Wird das Licht heut in ihm keimen?

Lichtung
Auf einer Lichtung,
tief im Wald,
ungesehen von des Menschen Auge

Tanzen Elfen im Mondenschein,
zu den sanften Harfenklängen,
die kein Mensch je gehört.

Erleuchten den kleinen, heiligen Platz.
Glühwürmchen fliegen herum,
Die Lichtung wird zum Ballsaal.

Die Elfen wiegen sich im Takt,
sie kreisen, springen leicht empor.
Die Harfe singt das Lied der Nacht.

